Glossar - Folien

Blasfolie
Kunststoffgranulate werden in einem Extruder vermischt und geschmolzen und anschließend durch eine Düse gedrückt und mit Luft aufgeblasen. Der entstehende Folienschlauch wird durch Luft von außen und innen gekühlt und dann von angetriebenen Walzen flachgelegt. Mit Klingen werden die Ränder des Folienschlauchs beschnitten und die beiden entstehenden Bahnen werden an zwei Wickelstationen getrennt auf Hülsen gewickelt. Mit diesem Verfahren entstehen Folien mit einer sehr hohen Dehnfähigkeit, Durchstoßfestigkeit und Rückstellkraft.

Castfolie
Das in einem Extruder geschmolzene Granulat wird durch eine Breitschlitzdüse auf eine laufende, wassergekühlte Walze verteilt. Dieses Verfahren ermöglicht eine hohe Produktionsgeschwindigkeit und es wird eine hohe Transparenz der Folie erzielt. Gegossene Folien haben andere technische Eigenschaften als geblasene Folien.

Dart-Drop
Durchstoßfestigkeit

Gießverfahren
siehe Castfolie

LLDPE
Bei LLDPE handelt es sich um ein sehr vielseitiges Polyethylen, in dem sich Eigenschaften von LDPE und HDPE wiederfinden. Aus LLDPE werden sowohl geschmeidige als auch feste Produkte gefertigt. In der Regel wird es in Mischungen mit einem der oben genannten Materialen verwendet. Unter anderem lassen sich so dünnere Folien herstellen. Außerdem wird LLDPE zu Verpackungen verarbeitet, die aus mehreren Schichten bestehen. Es ist äußerst zäh und formfest.

µ (mü)
(engl. micron) Buchstabe des griechischen Alphabets. Er bezeichnet eine Maßeinheit, die vor allem im Bereich geringer Dicken eine Rolle spielt. Ein µm ist = 1 tausendstel Millimeter (0,001 mm).

Opak
(engl. opaque) Lichtundurchlässigkeit von Stoffen. Wichtig vor allem bei UV-beständigen, farbigen Folien und Bändern.

Recycling
Polyethylen ist zu 100% recyclingfähig. Es handelt sich um einen thermoplastischen Kunststoff,
d. h. man kann Polyethylen einschmelzen und wieder zu neuen Produkten verarbeiten. Durch die dafür notwendigen Temperaturen werden zwar Keime oder Bakterien abgetötet, aber auch viele Verzweigungen zwischen den Polymerketten getrennt. Eine Recyclingfolie hat deshalb weniger gute Materialeigenschaften im Vergleich zu einer Folie, die keine Anteile von Altfolie (= Regenerat) enthält. Obwohl die Altfolie vor der Wiederverarbeitung gewaschen wird, erscheint eine Recyclingfolie, u.a. aufgrund der Verwendung von bedruckten Folienabfällen, immer trüber als eine Folie aus 1a-Ware. Häufig werden Regenerate deshalb zur Herstellung von Baufolien oder Müllsäcken verwendet. Ob es sich um einen Sack oder eine Folie aus Regeneratware handelt, lässt sich schnell am Eigengeruch der Folie feststellen, da diese einen Geruch hat, der an verbranntes Gummi erinnert.

Regenerat
siehe Recycling

Teleskopieren
Von Teleskopieren spricht man, wenn sich eine Folienrolle, hervorgerufen durch starken inneren Druck, seitlich, trichterförmig bzw. teleskopartig herausschiebt. Die Folie schiebt sich deshalb heraus, da sie durch die oben liegenden Folienschichten nicht nach oben und durch den festen Kern nicht nach unten ausweichen kann. Dieses Phänomen entsteht durch zu stramme Wicklung während der Herstellung der Folie oder durch ein späteres Aufquellen, wenn das Material ungeschützt hohen Temperaturen oder hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist.

Transluzent
partielle Lichtdurchlässigkeit

Umweltverträglichkeit
Polyethylen enthält weder Schwermetalle noch FCKW. In der Müllverbrennung verbrennt es rückstandsfrei zu Kohlendioxid und Wasserstoff. Auf der Deponie verhält es sich grundwasserneutral.

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